Pferde

Die Beweidung mit verschiedenen Tierarten und ihren unterschiedlichen Ansprüchen an Aufwuchshöhe und Pflanzenarten sowie ein unterschiedliches Endoparasitenspektrum hat im Laufe der Jahre zu einem relativen Gleichgewicht bei allen Parametern auf der Weide geführt.

Dadurch, daß die Sauen nicht mehr ihren Teil dazu beitragen können, haben wir uns Gedanken gemacht, diese Lücke zu füllen.

Unser Wunsch war schon lange, daß wieder Pferde auf dem Hof einziehen sollten. Im Herbst 2007 ergab sich die sehr günstige Gelegenheit zwei Pferde zu erwerben. Als Monogastrier, also Tiere mit einem Magen, im Gegensatz zu den Wiederkäuern mit mehreren Mägen, schienen sie uns auch die Sauen im Weidemanagement vertreten zu können.

Am 1.11.2007 bezogen dann Jasirh, ein 10 jähriger Araberwallach und Janie, eine 4 jährige Quarabstute  die 60 m2 große ehemalige “Familienbucht”(siehe “Was wir machen”) die wir den Bedürfnissen der Pferde angepaßt haben.

Nach anfänglichem Mißtrauen auf Seiten sowohl der Pferde, des Damwildes als auch der Schafe, hat man sich vorerst akzeptiert und arrangiert. Wie sich das Zusammenleben entwickeln wird, wenn erst Lämmer und Damkälber dazu kommen, bleibt abzuwarten.

Inzwischen, Anfang August 2008, kann man sagen, daß das Zusammenleben hervorragend funktioniert. Zwar blistert alles aus dem Weg, wenn die beiden Großen mit Karacho ihre Runden drehen, aber da das nicht böse gemeint ist, beruhigt sich alles ganz schnell wieder. Die Lämmer und Damkälber kennen es nicht anders und finden es völlig normal, die erwachsenen Tiere haben die Ungefährlichkeit der Pferde erkannt und die Pferde sind so ausgeglichen, daß sie keinen Unfung machen.

Bock David war zwar mal der Meinung, er müsse dem Jasirh  mittels Kopfstoß gegen dessen Beine zeigen, wer der Herr ist, hat aber nach einem postwendenden  Huftritt gegen seine Stirn erkannt  wo seine Grenzen sind und ignoriert die Pferde nun.

Lediglich beim Heu müssen die Schafe sich nun beeilen, weil die Pferde das natürlich wesentlich schmackhafter finden als frisches Weidegras.

Bei der täglichen Bodenarbeit mit den Pferden finden sich regelmäßig etliche Damalttiere oder auch die Hirsche ein um neugierig das Geschehen zu verfolgen.

Jasihr kommt klein
Jasihr klein
Jasir, 10.5.08 klein
Janie auf  Weide 10.5.08 (4) klein
vorne rein

vorne rein

Jasirh

Janie

und

Janie 2 klein
schon wieder die! klein

“Schon wieder diese Plage!

hinten raus

hinten raus

War Janie im November 2007 noch fast schwarz und jugendlich schlank, so ist sie jetzt , im November 2015 ein fast weißer Apfelschimmel mit sehr weiblichen Rundungen geworden.

JanieDez 2015

Janie im Juli 2018, nun fast ganz weis

Janie Juli 18 klein

Am 18. November 2017 erlitt Jasirh auf der Weide einen Aortenabriss an dem er binnen Sekunden verstarb. Ein Nachbar hatte das zufällig beobachtet und uns sofort benachrichtigt. Der Schock bei uns war natürlich groß. Janie war komplett von der Rolle und tobte laut wiehernd über die Weide. Es dauerte Tage, bis sie sich beruhigte.

Glücklicherweise hatte sie , wenn auch schwachen, Ersatz für Jasirh in den Schafen und dem Wild auf der Weide.

Nach langem Suchen fanden wir dann eine Quarterhorse Stute die uns zusagte. Lucie, 9 Jahre alt und sehr gut Western angeritten.

Am 3. Juli 2018 zog Lucie dann bei uns ein. Nach anfänglicher Unsicherheit durch die fremde Umgebung, Menschen und Tiere, hat sie sich inzwischen gut eingelebt. Janie ist Chefin, tolerant gegenüber der Neuen, nur Despotin wenn es ums Futter geht. Aber damit können wir alle gut leben.

Lucy klein

Lucie hat sich inzwischen an die Mitbewohner der Weide gewöhnt. Die Schafe waren ihr anfangs sehr suspekt, beim Wild aber hatte sie keine Probleme. Nach wie vor sind ihr unsere Hühner aber sehr unheimlich.

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